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DREHBUCH WORKSHOPS 09. –11. Mai 2012

Dauer: 2 – 4 Stunden

Kosten: je Workshop 25 Euro oder Akkreditierung

Teilnehmerzahl: maximal 30 Personen
Anmeldung für Drehbuchworkshops: Unter 0711-925 46 – 123 und kartenreservierung[at]festival-gmbh.de

 

Mi., 09.05. / 10 Uhr, METROPOL 3

"Anatomie & Animation"

mit Stuart Sumida, Berkeley University

Sprache: Englisch

Die biologischen Grundlagen zur Konstruktion eines Tieres zeigen uns nicht nur dessen Funktion und Evolution auf, sie sind auch nützliche Werkzeuge für den Animator. Nimmt man allein die biologischen Eigenschaften von dem "was ein Tier isst", können Richtlinien für die Bausteine zur Anatomie und Beschaffenheit der Figur was Form, Fortbewegung, Gehzyklen, Laufzyklen, Kiefergelenke für die Sprache, Augenpositionen für den Gesichtsausdruck und eine Vielzahl anderer Charakteristika leicht festgelegt werden.

Dieses Konzept wird anhand von bekannten Tieren aus Animationsfilmen und Beispielen aus Filmen, an denen Dr. Sumida gearbeitet hat dargestellt, sodass er dann aufzeigen kann, wie diese Richtlinien auf ausgestorbene Dinosaurier oder die Konstruktion von hybriden, fantasiereichen und geheimnisvollen Kreaturen übertragen werden können.

Die Beispiele stammen u.a. aus den frühesten Filmen, bei denen Dr. Sumida beratend mitgewirkt hat – wie "Beauty and the Beast" ("Die Schöne und das Biest") und "Lion King" ("Der König der Löwen") bis hin zu seiner aktuellen Mitarbeit bei "How to Train Your Dragon" ("Drachenzähmen leicht gemacht"), "Tangled" ("Rapunzel – Neu Verföhnt"), "Rio" und "Wrath of the Titans" ("Krieg der Götter").

Do., 10.05. / 10 Uhr, Metropol 3

"Zwei Wege der Ideenfindung"illustriert durch zwei unveröffentlichte Kurzfilme aus "Dragons and Princesses" mit Michel Ocelot (Paris)

Sprache: Englisch

Je älter ich werde, desto lieber erfinde und erzähle ich Geschichten. Es wird außerdem auch immer leichter. Für mich gibt es zwei Arten Ideen zu finden. Eine ist der endlose Fundus an alten Volksmärchen und Erzählungen, die man nicht wortgetreu übernehmen sollte. Die andere ist der Blick ins eigene, per-sönliche Leben und das Schaffen einer ganz eigenen Geschichte. Für beide werde ich anhand zweier aktueller Kurzfilme von mir - "Ivan Tsarevich and the Changing Princess" und "The Mistress of Monsters" ein Fallbeispiel zeigen.

Fr., 11.05. / 10 Uhr, Metropol 3

"Research & Storytelling"

mit Hannes Rall (Singapur). Co-Presenter: Dr. Simeon Magliveras (Athen)

Sprache: Englisch

Hannes Rall, Professor für Animation an der Technischen Universität Nanyang in Singapur und Regisseur von unabhängigen Animationsfilmen integriert in seiner Forschungsarbeit neben dem wissenschaftlichen Ansatz auch die praxisorientierte Konzepterstellung von Animationsfilmen. Dieses Seminar soll demonstrieren, wie diese beiden Ansätze miteinander so kombiniert werden können, dass sie bei der Entwicklung von Drehbüchern, Design und Animationstechniken extrem von Nutzen sind.

In seiner Forschungsarbeit untersucht Rall in zwei großangelegten Studien die Entwicklungsgeschichte des asiatischen Animationsfilms, dessen individueller Stil sich nicht von westlichen Vorbildern ableitet:

"Wayang Kulit" untersucht, wie die traditionelle Technik des asiatischen Schattenspiels (das auch schon Lotte Reiniger als Inspirationsquelle diente) Einzug in die moderne digitale Animationstechnik hält. "Tradigital Mythmaking” untersucht die Adaption einer traditionellen vietnamesischen Volkssage, die in den Zeichnungen einen Linienführungsstil anwendet, der an die Technik klassischer chinesischer Gemälde erinnert. Beide Studien sind interdisziplinär ausgerichtet und zeichnen sich aus durch die enge Zusammenarbeit von Forschern aus den Bereichen Bildende Kunst, Anthropologie, Computerwissenschaften sowie Literaturwissenschaft.

Dies bringt viele Vorzüge für daraus resultierende Erkenntnisse mit sich: Die Zusammenarbeit von Literaturwissenschaftlern kann die Qualität und Tiefe der Drehbücher verbessern sowie Adaptionsprobleme aufzeigen. Das technische Wissen hilft dabei, künstlerische Probleme zu lösen und führt zu der Entwicklung neuer Software-Bausteine. Besonders die Adaption von einheimischen Kunstformen wird durch das Wissen von Anthropologen derart unterstützt, dass eine respektvolle und authentische Umsetzung möglich wird, die traditionelle Werte beachtet und fundamentale Fehler eliminiert. Der erfahrene Anthropologe Dr. Simeon Magliveras wird diesen Ansatz anhand praktischer Beispiele vorstellen.

Sa., 12.05. / 10 Uhr, Metropol 3

Alois Nebel: Schreiben nach Fahrplan - Graphik Novel und Animationsadaption"

mit Jaroslav Rudiš (Prag)

Sprache: Deutsch

Der einsame Fahrdienstleiter Alois Nebel arbeitet Ende der 80er Jahre an einem kleinen Bahnhof in Bílý Potok, einem abgelegenen Ort an der tschechoslowakisch-polnischen Grenze, dem früheren Sudetenland. Manchmal sieht er Züge mit Geistern und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Mitteleuropas: dem Zweiten Weltkrieg, dem Holocaust, der Vertreibung der Deutschen, der sowjetischen Besatzung. Alois Nebel ist eine tschechische Graphic Novel vom Schrifsteller Jaroslav Rudiš und Zeichner und Musiker Jaromír 99. Die raue, holzschnittartig gezeichnete schwarz-weiße Comic-Trilogie wurde 2011 von Tomáš Luňák verfilmt: ein Animationsfilm, der sich der Technik der Rotoskopie bedient: Alle Szenen wurden mit realen Schauspielern gedreht, um erst im Nachhinein in gezeichnete Filmbilder verwandelt zu werden. Luňáks Filmdebüt feierte seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestpielen in Venedig und kommt 2012 auch in die deutschen Kinos.

Jaroslav Rudiš hat zusammen mit Jaromír 99 auch das Drehbuch zum Film geschrieben.

In seinem Workshop stellt er die spannende graphic novel und die aufwendige Verfilmung vor, zeigt und kommentiert eine Making-Of und widmet sich der Umsetzung. Wie wird aus einem Comic ein Film? Warum ist Alois Nebel kein Spielfilm, aber eine Animation? Musste man das beim Schreiben beachten? Wie setzt man 350 Comic-Seiten in 87 Filmminuten um? Gibt es Unterschiede zwischen einem Kursbuch, das das Leben von Alois Nebel bestimmt, und einem Drehbuch?

 

So., 11.05. / 10 Uhr, Metropol 3

"Alternative Wege des Drehbuchschreibens"

mit Fréderique & Samuel Guillaume

Sprache: Englisch

Am Ursprung eines Films steht – egal welchem Genre er angehört – stets die Lust, eine Geschichte zu erzählen. Aber wo soll man mit dem Erzählen beginnen, wenn man einerseits vor Ideen sprüht, einen andererseits aber die Angst vor dem leeren weißen Blatt quält. Anhand aktueller Beispiele werden Sam und Fred Guillaume über alternative Erfahrungen des Schreibens berichten, die dort entstehen aus Worten Bilder werden. Ob es dabei um eine Serie für Kinder, (sehr kurze) Kurzfilme oder einen animierten Dokumentarfilm geht, spielt keine Rolle – es ist der Prozess des Schreibens, der dem Projekt seine Besonderheit gibt und die Autoren manchmal auf unvorhergesehene Wege führt.

Die Drehbuchworkshops finden in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, der Hochschule der Medien und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg statt.

 

                                     

   

               

 

           

 

 

 

 

 

ITFS Trailer 2013