Phonak präsentiert: Swiss Tricks

In der Schweiz hat sich eine kleine, aber feine Animationsszene etabliert. Eigenständig und hartnäckig produzieren die unterschiedlichsten Animationsfilmer ihre Filme, fern der Konfektionsware. Seit den späten 1990er Jahren hat die Szene in der Schweiz zudem zwei wichtige Vitaminspritzen erhalten: Mit der Etablierung der Animationsabteilung an der Hochschule Luzern, und der Gründung des Animationsfilmfestivals Fantoche ist Bewegung herein gekommen. Heute hat der Schweizer Animationsfilm eine kleine, aber tragfähige Struktur, die einen jährlichen Output von ungefähr 20 unabhängigen Kurzfilmen generiert, dazu kommen noch unzählige Clips, Web-inspirierte Ultra-Shorts, und die ganze CGI-getriebene Postproduktions- und Werbebranche.

Metropol 2, Do, 05.05. / 15 Uhr

Szene Schweiz: Elefant Studios AG

Seit der Gründung der Elefant Studios im Jahre 2008 konnte sich die Züricher Firma für Animation und Visual Effects mit vielen Projekten einen Namen in der Branche verschaffen. Ihr Talent stellte sie bereits mehrfach mit visuellen Beiträgen für Werbung und Film unter Beweis, und seit kurzem wird auch am eigenen ersten Kurzfilm gearbeitet. Zu ihrer langen Kundenliste gehören Firmen wie die Post, Swisscom, Sunrise, Migros, aber auch das Schauspielhaus Zürich und Greenpeace. Von der ersten Skizze bis zum fertigen Bild passiert alles in den Studios in Zürich. Durch diese Kompetenzen bringen die Elefant Studios auch rein schweizerische Produktionen auf ein Qualitätsniveau, das im weltweiten Vergleich mithalten kann – was gleichzeitig die gemeinsame Vision darstellt, für die alle Gründungsmitglieder von Elefant Studios einstehen. www.elefantstudios.ch

 

Nadasdy Film

2001 gründeten Zoltán Horváth (Regisseur und Produzent) und Nicolas Burlet (Produzent und Geschäftsführung) Nadasdy Film. Diese Schweizer Firma mit Sitz in Genf ist auf Animationsfilme spezialisiert und produziert TV-Serien sowie Kurz- und Langfilme. Einige Projekte kamen als internationale Koproduktionen mit Frankreich, Belgien und Italien zustande. Nadasdy Film arbeitet an kreativen und originellen Projekten, die in verschiedenen Stilarten wie traditioneller Animation, Stopptrick und Rotoskopie umgesetzt werden. Die Kurzfilme wurden u.a. auf die Festivals nach Venedig, Cannes, Sundance und Clermont-Ferrand eingeladen. Nach ersten Erfahrungen mit der Serienproduktion “Yellow Jacket” produziert Nadasdy Film gerade eine weitere Serie von 52 Folgen à 3 Minuten mit dem Titel “Wismo’s little Tales”, die sich an Kinder im Vorschulalter richtet. Außerdem wird gerade an einem animierten Langfilm mit dem Titel “Ghosts War” gearbeitet.

www.nadasdyfilm.ch

 

Swamp-Trickfilmstudio

Das Swamp-Trickfilmstudio wurde 1991 von Jonas Raeber und Daniel Brühler gegründet, nachdem Jonas Raebers Erstling „Patt“ Erfolge im In- und Ausland feiern konnte. In der Folge entstanden ein Dutzend Kurzfilme meist politisch-satirischen Inhalts, aber auch Filme externer Regisseure und aus anderen Produktionshäusern, die von einem eingespielten Team realisiert wurden. 25 Episoden einer satirischen Trickserie namens „W.O.W“ (Weh, oh weh) wurden von 2004 bis 2007 für das Schweizer Fernsehen produziert. In den letzten Jahren investiert Swamp in Hard- und Software nach internationalen Standards, in die professionelle Ausbildung und die kontinuierliche Weiterbildung in der Schweiz und in Europa. Das Studio ist eingebettet in ein weltweites Netzwerk von Talenten, Studios und Freunden der Animationsfilmgemeinschaft.

Metropol 2 Do, 05.05. / 21 Uhr

Animation.ch (1990-2007)

präsentiert von Christian Gasser

 

Der Journalist und Autor Christian Gasser hat die Veränderungen in der Schweizer Trickfilmszene der letzten 20 Jahre untersucht und ein Buch verfasst, das im September 2011 erscheinen wird. Darin kommen wegweisende Animationsfilmer, wie Claude Luyet, Claude Barras, die Gebrüder Guillaume, Claudius Gentinetta, Zoltán Horváth oder Jonas Räber zu Wort. Diese wird er in einem moderierten Programm präsentieren. Die jüngsten helvetischen Produktionen sind in einem weiteren Programm. Dabei sind auch Arbeiten von Filmemachern, die ihr Handwerk an Filmschulen in London oder Zagreb erlernt haben. Filmliste

Gloria 2 Fr, 06.05. / 17 Uhr

Hochschule Luzern Design & Kunst

Studienbereich Animation (2D/3D)

Die Faszination am Animationsfilm liegt in der Möglichkeit, Zeichnungen, Malerei, Puppen oder Gegenstände zum Leben zu erwecken und durch die Technik der einzelbildweisen Aufnahme jede nur denkbare Filmgestaltung kreieren zu können. Der Schwerpunkt des dreijährigen Bachelor-Studiums Animation an der Hochschule Luzern liegt auf der filmischen Gestaltung, bei gleichzeitiger Vermittlung professioneller Produktionstechniken. Die Kombination aus künstlerischer und praxisorientierter Ausbildung soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, eine eigene künstlerische Filmsprache zu entwickeln und sich gleichzeitig das für die Berufsrealität notwendige Fachwissen anzueignen. In einer Basisausbildung im ersten Studienjahr werden die Grundlagen der Film- und Videotechnik, des Sounddesigns, der grafischen Animation wie auch der Animation im Raum in kleinen Arbeitseinheiten vermittelt. Danach haben die Studierenden die Möglichkeit, sich zwischen den Schwerpunkten 2D und 3D zu entscheiden. Im Vertiefungsbereich 2D lehren wir klassischen Zeichentrick, digitalen Cut-Out und Mixed Media. Im Vertiefungsbereich 3D stehen die Produktionstechniken 3D-Computeranimation, Puppentrick und Stop-Motion im Mittelpunkt. Dabei werden auch Spezialgebiete wie “Technik- und Architekturvisualisierung” und “Special Effects” angerissen. Aufbauend auf dem BA Studium bietet der „Master Animage“ (Animation, Illustration) eine Möglichkeit der Spezialisierung und Professionalisierung in verschiedenen Bereichen der Animationsfilm-Produktion.

Metropol 2 Fr, 06.05. / 19 Uhr

In Persona Isabelle Favez

Mit amüsanten Geschichten, einer Portion schwarzem Humor und liebevoll gezeichneten Figuren lässt Isabelle Favez, eine der talentiertesten Trickfilmerinnen der Schweiz, beeindruckende Animationskurzfilme entstehen. Die 1974 in Bern geborene Filmemacherin lebt seit 17 Jahren in Zürich und studierte dort Regie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst. Sie präsentiert ausgewählte Produktionen von ihren Anfängen als Regisseurin, mit Filmen wie "Lebenshunger" aus dem Jahr 1993, den sie schon vor Beginn ihres Studiums drehte, über ihren Abschlussfilm und ihrer preisgekrönten Produktion "Tarte Aux Pommes" (ITFS 2006) bis hin zu ihrer aktuellen Arbeit "Au coeur de l’hiver" ("Im Herzen des Winters“). Mit Informationen über Entstehungsgeschichten der Filme und technischen Präsentationen ermöglicht sie einen interessanten und spannenden Einblick in ihre Arbeit.

Metropol 2 Fr, 06.05. / 21 Uhr

Swiss Animation today (2008-2011)

Ein Überblick über das aktuelle Animationsschaffen der Schweiz. Fimliste

Metropol 2 Fr, 06.05. / 23 Uhr

Kultnacht: Heidi Reloaded

Der Schweizer Animationsfilm hat sich immer wieder an den Klischees abgearbeitet, welche so gerne bemüht werden, wenn vom kleinen Land in der Mitte Europas die Rede ist: Berge, Käse, Schokolade, die Schweizer Fahne, das rote Kreuz, kurz gesagt: „Heidi“. Diese Romanfigur ist so etwas wie die Inkarnation der positiven Klischee-Schweiz. Heidi hat in der japanischen Animations-Serie von Isao Takahata aus den 1970er Jahren ein bleibendes Denkmal erhalten, das weltweit ein Großerfolg war. Aus der Schweizer Trickfilmszene sind diesen Klischees zum Teil bissige Satiren entgegengesetzt worden, die im Programm „Heidi reloaded“ zu sehen sind. Filmliste

ITFS Trailer 2013