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Sa., 12.05. / 15 Uhr, Metropol 3

Animation History

Retrospektive Ladislas Starewitch

Der erste Langfilm Starewitchs, der die Geschichte von Reineke Fuchs erzählt, wurde bereits zwischen 1929 und 1931 in Paris produziert, erlebte seine Uraufführung jedoch erst 1937 in Berlin und erschien in Frankreich 1941. Er gilt bis heute als eines der größten Meisterwerke des Puppentrickfilms.

  • Rozhdestvo obitateley lesa (The Insects' Christmas), Russland 1913, 6.25 min.
  • Le Roman de renard (The Tale of the Fox), Frankreich 1929 – 1931, 65 min. Ladislas et Irène Starewitch

Sa., 12.5. / 17 Uhr, Metropol 3

ANIMATION HISTORY: ANIMATION FÜR DEN SIEG

INTERNATIONALER PROPAGANDA-TRICKFILM IM ZWEITEN WELTKRIEG

Vortrag mit Filmbeispielen von Florian Schmidlechner

Bereits während dem Ersten Weltkrieg beginnt man damit, propagandistische Trickfilme herzustellen, die entweder den Feind verhöhnen und lächerlich machen oder für die Kriegsfinanzierung durch Kriegsanleihen werben sollen. Zu seiner wahren Blüte kommt der Propaganda-Trickfilm aber erst im Zweiten Weltkrieg – auf allen Kontinenten, in mehr als einem Dutzend Sprachen, in beinahe jedem kriegsteilnehmenden Land entstehen Trickfilme, welche die politischen Gegebenheiten aufgreifen und verarbeiten. Sie wollen mobilisieren, propagieren, erziehen oder das kriegsmüde Publikum einfach nur unterhalten. In Italien etwa kämpfen die Faschisten in einem Trickfilm gegen Il Dottor Churkill, in den Niederlanden Reineke Fuchs gegen jüdische Nashörner. In Russland bläht sich inzwischen Hitler mit seinen Lügen auf, bis er platzt, und in den USA singt Bugs Bunny Any Bonds Today?, während in Australien The Squander Bug als geldverschwendendes Übel dargestellt wird. Selbst in der neutralen Schweiz schwingt man mit der Parole Kampf dem Hunger! die Propaganda-Keule. Dabei ist der Krieg für den Trickfilm Segen und Fluch zugleich: Während aus den von den Nazis besetzten Ländern viele bedeutende Künstler emigrieren und in ihrer neuen Heimat die Filmwelt bereichern, erlebt der Trickfilm in den Gebieten der Achsenmächte durch den Wegfall amerikanischer Filme für kurze Zeit eine künstlerische Blüte. Beispiele aus zehn Ländern sollen verdeutlichen, wie differenziert und doch ähnlich die verschiedenen Trickfilmer dieselben Themen bearbeiteten. Oder hätten Sie gedacht, dass ausgerechnet Micky Maus die Hauptrolle in einem französischen und einem japanischen Propaganda-Trickfilm spielt?

 

Florian Schmidlechner beendet derzeit am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien seine Dissertation mit dem Titel "Wartoons: Edutainment for Death. Internationale Trickfilm-Propaganda im Zweiten Weltkrieg".

Sa., 12.5. / 19 Uhr, Metropol 3

ANIMATION UNTERM HAKENKREUZ
DEUTSCHER ANIMATIONSFILM ZWISCHEN 1933 UND 1945
Vortrag mit Filmbeispielen von Rolf Giesen

 

Gegenüber der in Fragen wirksamer Propaganda im Zweiten Weltkrieg gar nicht zimperlichen amerikanischen Trickfilmindustrie wirkt die deutsche Film-Animation unterm Nationalsozialismus eher bieder: Während in den USA Donald Duck eine Tomate in die karikierte Fratze des Führers warf und Gremlins from the Kremlin eine persönliche Bomber-Mission Hitlers sabotierten, tummelten sich auf der deutschen Leinwand Kanarienvögel, ein lebendig gewordener Schneemann, der den Sommer erleben möchte, und Wiesenzwerge. Hitler und Goebbels waren erklärte Disney-Fans. Snow White war Hitlers Lieblingsfilm. Da sie aber Disney nicht für Deutschland gewinnen konnten (der Ankauf des bereits deutsch synchronisierten Schneewittchens scheiterte 1939), setzten sie alles daran, ihn neu zu erfinden: bunter, anmutiger und nicht minder unschuldig. War es nicht deutsches Märchengut, das Disney zum Erfolg verholfen hatte? Als Erklärungsmuster für die kleinbürgerlich animierten Filmträume mag Hannah Arendts Banalität des Bösen herhalten. Wirklich interessant ist dabei nicht das wenige, das im Dritten Reich tatsächlich produziert wurde, vielmehr sind es die vermessenen, größenwahnsinnigen Projekte, die nicht wahr wurden: der Versuch, einen Europäischen Zeichenfilm-Ring einschließlich ausgerechnet von einem Deutschen besetzten Lehrstuhl für Humor zu schaffen, gar alle Cartoon-Filmschaffenden auf der Krim zu kasernieren oder in einer Firma (Deutsche Zeichenfilm GmbH) abendfüllende Animation zu produzieren, die unter Leitung eines vor 1933 in der Fleischfabrikation tätigen Goebbels-Gehilfen bis Kriegsende gerade mal einen Kurzfilm fertigstellte.

 

Rolf Giesen hat gemeinsam mit J. P. Storm den bei McFarland & Company angekündigten Band "Animation under the Swastika: A History of Trickfilm in Nazi Germany, 1933-1945" verfasst.

So., 13.05. / 17 Uhr, Metropol 3

Copyright collection Martin-Starewitch

Animation History

Retrospectiv Ladislas Starewitch

  • Strekoza i muravey (The Ant and the Grashopper), Russland  1913, 5 min.
  • Les Fables de Starewitch d´après La Fontaine, Frankreich 2010 (restaurierte Fassung), 70 min.

 

Der Film besteht aus fünf Kurzfilmen, die von La Fontaines Fabeln inspiriert und von Ladislas Starewitch neu interpretiert wurden. Mit der Stimme von Starewitchs Enkelin L.B. Martin-Starewitch.

Musik: Jacques Cambra.

Restauration : Léona Béatrice Martin-Starewitch

Quelle : Doriane Films

 

Le Lion et le moucheron (1932)

Le Rat dse villes et le rat des champs (1926)

Les Grenouilles qui demandent un roi (1922)

La Cigale et la fourmi (1927)

Le Lion devenu vieux (1932)

ITFS Trailer 2013