Großer Animationsfilmpreis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart,
15.000 Euro

„Acid Rain“

Regie/Director: Tomek Popakul
Produktion/Producion: Animoon Studio (Piotr Szczepanowicz, Grzegorz Wacławek)
Polen/Poland 2019

Jurybegründung:
Bei der Entscheidung über den Gewinner des diesjährigen Grand Prix war die Kurzfilm-Jury ganz besonders von einem Film beeindruckt. Ein Film, bei dem Vorstellungskraft und Kühnheit der Ausführung perfekt übereinstimmen. Durch seinen eindringlichen und radikal modernen Stil illustriert dieser Film auf perfekte Weise eine Subkultur mit ihren spezifischen Problemen und Herausforderungen. Er besticht durch eine fesselnde und nachvollziehbare Geschichte, die schwierige Themen wie soziales Engagement, persönliche Dämonen und Kontrollverlust mit Einfühlungsvermögen, aber ohne Romantik aufgreift.
Als kompromissloses Kunstwerk und als Ausflug in die Tiefen einer fluoreszierenden, psychedelischen Welt liegt die Kraft dieses Films in seiner Synthese aus beeindruckendem Ton, Aspekten der Rave-Kultur und gesellschaftspolitischen Themen, die selten im Rampenlicht stehen. Mit einer starken weiblichen Hauptdarstellerin und einer erstaunlichen Erzählweise, die unsere Aufmerksamkeit vom Anfang bis zum unerwarteten Ende auf sich zieht, zieht uns dieser Film eindringlich auf eine scheinbar unendliche Reise.

Jury:
Jon Frickey (animation director/scriptwriter/illustrator, Hamburg), Waltraud Grausgruber (festival director Tricky Women/curator, Vienna), Ben Mitchell (animation filmmaker/producer/writer, London), Cécile Noesser (co-director Galérie Miyu, Paris), Gerben Schermer (curator Contemporary Art and Animation, Utrecht)

Preis für den besten Abschlussfilm
10.000 Euro, gestiftet von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg

Kujiranoyu („Bath House of Whales”)

Regie/Director: Mizuki Kiyama
Produktion/Production: Tokyo University of the Arts (Koji Yamamura)
Japan 2019

Jurybegründung:
Bei der Wahl des Gewinners des Lotte Reiniger Förderpreises wurde die Jury von einem Film angezogen, der Momente der Intimität und des Staunens in einer Welt der Erwachsenen erzählt. Der Film greift bei der Gestaltung seiner ätherischen Bilder auf japanische Drucktraditionen zurück und ruft das Gefühl des Staunens hervor, das die Einbindung eines Kindes in die täglichen Rituale der Gesellschaft begleitet. Dank eines ausgeprägten Sinnes für Animation und einer soliden Regie kann das Publikum die Emotionen des Films durch den Rhythmus der Körper, Farben und Töne spüren.
Das visuelle Erscheinungsbild des Films wird auch durch den Reichtum und die kulturelle Identität der Musik unterstrichen. In sehr kurzer Zeit gelingt es der Regisseurin, eine besondere Atmosphäre zwischen Mutter und Tochter in einem gemeinsamen, ausgesprochen weiblichen Moment zu vermitteln.
Der Lotte Reiniger Preis geht an Bath House of Whales von Mizuki Kiyama aus Japan. Herzlichen Glückwunsch.

Jury:
Jon Frickey (animation director/scriptwriter/illustrator, Hamburg), Waltraud Grausgruber (festival director Tricky Women/curator, Vienna), Ben Mitchell (animation filmmaker/producer/writer, London), Cécile Noesser (co-director Galérie Miyu, Paris), Gerben Schermer (curator Contemporary Art and Animation, Utrecht)

Preisgeld: 6000 € // Sponsor: SWR

Uzi

Regie: Dina Velikovskaya
Deutschland, Russland 2019
Produzent*in: Vladimir Gassiev, Florian Grolig, Lilia Schneider

Preis für den besten animierten Kurzfilm für Kinder
4.000 Euro, gestiftet von Studio 100 Media GmbH | m4e AG

“La vie de château” („My Life in Versailles“)

Regie/Director: Nathaniel H’limi, Clémence Madeleine-Perdrillat
Produktion/Production: Films Grand Huit (Lionel Massol, Pauline Seigland)
Frankreich/France 2019


Special Mention:

“Coeur Fondant” („Melting Heart Cake”)

Regie/Director: Benoit Chieux
Produktion/Production: Sacrebleu Productions (Ron Dyens)
Frankreich/France 2019

Jurybegründung:
Der Gewinner des Kinderfilmwettbewerbs ist „La vie de château“ von Nathaniel H’limi und Clémence Madeleine-Perdrillat. Der Film zeichnete sich durch seine ehrliche und kindgerechte Darstellung eines jungen Mädchens aus, das eine Tragödie überwindet.
Die Jury möchte „Coeur fondant“ von Benoit Chieux für seine phantasievolle und herzerwärmende Erzählung über Freundschaft eine Speciale Mention geben.

Jury:
Siri Melchior (animation filmmaker/producer, London) Julia Ocker (animation filmmaker/author, Stuttgart) Martin Smatana (animation filmmaker, Zilina)

Preis für den besten Studentenfilm
2.500 Euro, gestiftet von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg

„Dcera“ („Daughter“)

Regie/Director: Daria Kashcheeva
Produktion/Production: FAMU – Film and TV School of Academy of Performing Arts in Prague (Ondřej šejnoha, Zuzana Roháčová, Martin Vandas)
Tschechien/Czech Republic 2019


Special Mention:

“Gravedad”

Regie/Director: Matisse Gonzalez
Produktion/Production: Filmakademie Baden-Württemberg – Animationsinstitut (Toufik Abdebaim,Matisse Gonzalez)
Deutschland/Germany 2019

Jurybegründung:
Momente, die von Missverständnissen geprägt sind und das Zusammenspiel zweier Menschen, die sich nahe stehen und doch so fern zu sein scheinen. Eine sehr berührende Geschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung, die auf ganz besondere und kreative Weise umgesetzt worden ist. Zart und mit einer tiefen,
emotionalen Darstellung zeigt der Film eine sehr persönliche Note des Geschichtenerzählens, wie es nur einige Studentenfilme tun. Die Kameraarbeit ist sehr bestimmt, ohne dabei das Feingefühl und die Emotionen zu vergessen.
Der Preis für den besten Studentenfilm von Young Animation geht an „Daughter“ von Daria Kashcheeva.

Special Mention:
Was bedeutet es, die Sterne zu erreichen? Und was, tief unter die Erde zu fallen? Eine sehr ausgereifte Herangehensweise an den Glauben, zu akzeptieren, was man bereits hat. Denn Höhen und Tiefen sind gut, solange man die guten Seiten sehen kann.
‚Gravedad‘ von Matisse Gonzalez entführt uns mit ihrem schönen und originellen Stil in diese magische und sehr skurrile Welt.

Jury:
Anna Levinson (illustrator/animator/graphic designer, Berlin), Jan-Charles Mbotti Malolo (Director/screenwriter/animator/production designer, Lyon), Chen Xi (animation filmmaker/screenwriter, Beijing)

1000 Euro, gestiftet von der FANtastischen Jury, den treuesten Fans des ITFS

„Fragmente“ („Fragments“)

Regie/Director: Jonas Hurrle
Produktion/Production: DHBW Duale Hochschule Baden-Württemberg
Deutschland/Germany 2020


Special Mention:

„The Fox & The Pigeon“

Regie/Director: Michelle Chua, Aileen Dewhurst, Sharon Gabriella, Viktor Ivanovski, Sang Lee, Tyler Pacana, SiKyung Kevin Sung, Morgan Thompson, Chelsea van Tol, Matt Walton, Steven Wang
Produktion/Production: Sheridan College
Kanada/Canada 2019

Jurybegründung:
Beginnen wollen wir mit unserer Special Mention:

Auch ein kleiner Fuchs wusste zu begeistern,
konnte er doch allerlei Aufgaben meistern,
gemeinsam mit der Taube ist er am Start,
diese Freundschaft ist wirklich apart!
Deshalb senden wir ein spezielles Lob
Auch wenn sich ein anderer Film vorschob.

Danke an Michelle Chua, Aileen Dewhurst, Sharon Gabriella, Viktor Ivanovski, Sang Lee, Tyler Pacana, SiKyung Kevin Sung, Morgan Thompson, Chelsea van Tol, Matt Walton und Steven Wang für Ihren Film „The Fox and the Pigeon”.

Die Entscheidung für einen Siegerfilm fiel uns auch dieses Jahr nicht leicht, die Qualität und Vielfalt der Einsendungen hat uns begeistert. Dennoch sticht ein Film heraus …
Wir sind mehr als die Summe unserer Besitztümer. Doch sie sind es, die bleiben, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Zwischen all den Erinnerungen entstehen neue, ganz eigene Geschichten. Bücherrücken, die zu schwimmen scheinen, der Treppenlift ins Ungewisse und nicht zuletzt die Ausweise, die die Soldatenvergangenheit beleuchten, sind nur einige Elemente dieses Stoptrickfilms, der einen sehr persönlichen Blick auf den Verlust des Großvaters gewährt. Wir hören seine Stimme auf dem Anrufbeantworter, können tief in sein Leben sehen und werden am Ende von seiner Musik verabschiedet. Jonas Hurrle hat mit „Fragmente“ einen eindrucks- und liebevollen Film geschaffen, der mit scheinbar einfachen Mitteln ein langes Leben und dessen Ende illustriert. Herzlichen Glückwunsch zum FANtastischen Preis und willkommen in der Stuttgarter Trickfilmfamilie!

Preis für eine Animationskurzfilmproduktion, die sich auf informative, unterhaltsame, aber auch humorvolle Weise mit den Themen Klimaschutz, Artenvielfalt, Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzt.
7.500 Euro gestiftet vom Verband Region Stuttgart

“Au pays de l’aurore boréale“ („Northern Lights“)

Regie/Director: Caroline Attia
Produktion/Production: Folimage (Reginald de Guillebon)
Frankreich, Schweiz/France Switzerland 2019


Special Mention:

„Terre de vers“ („Worms of Earth”)

Regie/Director: Helene Ducrocq
Produktion/Production: Citron Bien, Pierre Dron
Frankreich/France 2019

Jurybegründung
„Northern Lights“ ist ein Film mit klaren aber malerischen Bildern und starker emotionaler Wirkung. Die leise erzählte Story über die vorsichtige Annäherung von Enkel und Großvater steht im Vordergrund. Der Film schreibt einem keine Antworten vor oder verurteilt, sondern wirft die Frage zu unserer Beziehung zur Natur auf. Für seine subtile und kreative Vermittlung des Themas Klimawandel erhält „Northern Lights“ den Trickstar Nature Award 2020.

Special Mention:
Poppig-bunt, minimalistisches Design und mit einem ohrwurmverdächtigen Lied wird die großartige Leistung der Regenwürmer im komplexen Gefüge der Natur erzählt. Gleichzeitig wird die tödliche Wirkung der Agrarindustrie eindrücklich ins Bild gesetzt. Doch es bleibt Hoffnung: mit Beendigung der industriellen Landwirtschaft kommt es zu einer Regeneration und Wiederbelebung der Bodenkultur. Für diese mitreißende, humorvolle und gleichzeitig ernste Hommage an die Regenwürmer zeichnen wir „Worms of Earth“ mit der „Trickstar Nature Special Mention“ aus.

Jury:
Jalal Maghout (Animation Filmmaker/Visual Artist, Potsdam), Regina Pessoa (animation filmmaker/animator, Porto), Ralph Thoms (Festival Director NaturVision Filmfestival, Heilbronn), Regina Welker (Film director/creative director/animator, Ludwigsburg)

Preis für den besten animierten Langfilm

„Le voyage du prince“ („The prince’s voyage“)

Regie/Director : Jean-François Laguionie, Xavier Picard
Produktion/Production : Blue Spirit Productions, MÉLUSINE PRODUCTIONS (Eric Jacquot, Armelle Glorennec, Stéphan Roelants)
Frankreich/France 2019


Special Mention:

„L’Extraordinaire Voyage de Marona“ („Marona’s Fantastic Tale“)

Regie/Director : Anca Damian
Produktion/Production : Sacrebleu Productions, Marmitafilms, Aparte Film, Minds Meet (Anca Damian, Ron Dyens, Tomas Leyers)
Rumänien, Frankreich, Belgien/Romania, France, Belgium 2019

Jurybegründung:
Wir hatten die Ehre, als Jurymitglieder aus drei verschiedenen Ländern, die weit voneinander entfernt aber virtuell miteinander verbunden waren, 9 verschiedene Filme aus der ganzen Welt zu begutachten: Frankreich, Japan, Rumänien, Indien, Hongkong, Südkorea, Schweden, Belgien, Luxemburg und Mexiko.
Es war eine wirklich inspirierende Zeit, so viele großartige Animationsfilme sehen zu können – wir haben es sehr genossen. Heute wollen wir den Gewinner des Wettbewerbs um den besten Animationslangfilm bekannt geben und auch eine Special Mention vergeben.

Und der Gewinner ist:
Le voyage du prince der Regisseure Jean-Francois Laguionie und Xavier Picard und produziert von Eric Jacquot, Armelle Glorennec, Stéphan Roelants aus Frankreich.
Es ist eine phantastische und philosophische Fabel. Sie ist unglaublich aktuell, obwohl sie eine ganz andere Zeit beschreibt. Sie lehrt uns, dass wir keine Angst haben sollen vor den Dingen die anders, die uns fremd und unbekannt sind. Der Film zeigt uns, dass es verschiedene Wege gibt, sein Leben zu führen, Wege, über die man nicht urteilen sollte und regt uns an, die Natur und unsere Gesellschaft zu schützen – und nicht zuletzt vorsichtig miteinander umzugehen.
Der Film ist wunderschön umgesetzt, Animation und Geschichte ergänzen sich und wir sind sicher, dass er ein großes altersübergreifendes Publikum finden wird.

Special Mention:
Unsere besondere Erwähnung geht an Marona’s Fantastic Tale der Filmemacherin und Regisseurin Anca Damian aus Rumänien. Der Film ist von Anca selbst, Ron Dyens und Thomas Layers aus Frankreich und Belgien produziert.
Die Geschichte über das Leben eines Hundes ist ein expressionistisches, farbenfrohes und visuelles Abenteuer über das menschliche Leben in seiner Essenz, erzählt aus der Sicht eines Hundes.
Die außergewöhnliche und gewagte Originalität der Animation verdient eine besondere Erwähnung. Der Film ist wie eine Einladung, Türen zu anderen Dimensionen zu öffnen. Er lässt uns Kunst in ihrer vollständigsten Form erleben.
In seinem Wesen ist der Film eine warme und berührende Geschichte über Liebe und Zugehörigkeit.
Selten sieht man in einem animierten Langfilm eine so gewagte Ausführung, die nie den roten Faden verliert und immer sich selbst treu bleibt, und deshalb verdient der Film eine ganz besondere Erwähnung und eroberte unsere Herzen.

Jury:
Liu Jian (animator/film director/screenwriter, Zhejiang), Lilian Klages (producer, Munich), Fermin Muguruza (musician/song writer/film director/screenwriter, Bilbao)

Preis für das deutsche Drehbuch mit dem größten internationalen Marktpotential
1.500 Euro gestiftet von Pink Parrot

„Der letzte Sänger der Wale“ („The Last Whale Singer“)

Autor/Author: Reza Memari, Produktion/Production: Telescope Animation GmbH, Berlin, Produzentin: Maite Woköck

Jurybegründung:
Die Geschichte über das Erwachsenwerden von Vincent, einem Buckelwal-Teenager auf der Suche nach seinem eigenen, mystischen Lied, das die Ozeane vor einem bedrohlichen Monster retten soll, ist eine wunderbare Ermahnung an uns zweibeinige Säugetiere, ebenfalls besser erwachsen zu werden und unsere „Stimme“ zu finden, bevor wir die Zerstörung unserer Umwelt unumkehrbar gemacht haben. Wie gut gespielte Musik, kann „The Last Whale Singer“ alle Altersgruppen und Kulturen erreichen. Er bietet uns ein Lied der Hoffnung und wir können nur hoffen, dass es nicht das letzte sein wird.

Deutscher Animationsdrehbuchpreis
2.500 Euro gestiftet vom Animation Media Cluster Region Stuttgart

„Stichkopf“ („Stitch Head“)

Autor/Author: Steve Hudson, Produktion/Production: Gringo Films GmbH, Köln, Produzentin: Sonja Ewers
Koproduktion/Co-production: Fabrique d’images, Studios: Lavalabs, Studio Rakete, Pixomondo

Jurybegründung:
Zu einer Zeit, in der Menschen Angst haben vor die Tür zu gehen, weil sie ein unsichtbares “Monster” fürchten, war die Jury sehr angetan von einer Monster-Familie mit Ängsten, ihr Schloss zu verlassen, weil sie die Begegnung fürchtet mit… Menschen. Die zeitlose Geschichte eines Jungen auf der Suche nach Liebe und Bestätigung seitens seines Schöpfer-Vaters, wird aktuell durch das Thema Kapitalismus: Stichkopf, das jugendliche Monster, brennt durch in die Außenwelt und wird vom Besitzer einer umherziehenden Monstrositäten-Schau am Rande des Bankrotts eingefangen, dessen Begeisterung er für Liebe hält. Desillusioniert kehrt der verlorene Sohn zu seiner Familie zurück, um sie vor dem wahren Monstrum zu schützen: der menschlichen Habgier. Dafür bekommt er die Liebe und Bestätigung seines Vaters, die immer schon da waren. Eine Geschichte über das, worauf es im Leben wirklich ankommt, in Krankheit und Gesundheit.

Special Mention:

„Lukas und das Paradoxi“

Autor/Author: Henning Ricke, Produktion: Lumatik Film GmbH, Köln, Produzent/Producer: Martin Borowski

Jurybegründung:
Schon in der Treatment-Phase haben “Lukas und das Paradoxi” die Jury dazu gebracht, lauthals zu lachen und das innere Chaos uns allen liebevoll anzunehmen, das in dieser Filmvorlage brillant in Gestalt des Paradoxi zum Leben erweckt wird. Die charmante Geschichte darüber, das richtige Maß zwischen Ordnung und Chaos, der Welt der Erwachsenen und der Kinder zu finden, hat die Herzen der Jury-Mitglieder gewonnen. Wir freuen uns sehr darauf, das fertige Drehbuch zu lesen und das Paradoxi in Aktion zu erleben.

Jury:
Peter Keydel (producer Mago productions, Barcelona, Düsseldorf), Tania Pinto da Cunha (Vice president/director of Int. Sales & Acquisitions, Pink Parrot Media, Madrid), Ron Segal (writer and director of animations films, Berlin), Holger Weiss (CEO/Head of Animation M.A.R.K. 13, Stuttgart), Silke Wilfinger (Manging director Silkway Films, Munich)

Der Preis zeichnet innovative Geschäftsmodelle im Animationsbereich aus.
7.500 Euro gestiftet vom Verband Region Stuttgart

Erstmals wird der Trickstar Business Award in diesem Jahr geteilt und geht jeweils zur Hälfte an ein Projekt und an eine Firma.

Projekt/Project:

Good enough: Burnout Diary

Studio Pupil, Tünde Vollenbroek (Produzentin/Producer), Dario van Vree (Filmemacher/Filmmaker), Niederlande/The Netherlands

Jurybegründung:
„Good enough: Burnout Diary“ geht ein gesellschaftlich wichtiges, alle Gesellschaftsschichten betreffendes Thema an. Das Projekt von Tünde Vollenbroek und Dario van Vree startete mit einer Graphic Novel, die den Leser durch Maaikes ganz persönliche Geschichte anhand ihres Burnout Tagebuches führt. Der Jury gefiel vor allem der besondere 360° Ansatz: Neben einem TV-Format, sind Apps für Burnout Betroffene in Planung, wie auch eine Social Media Kampagne, Workshops und ein spezielles Kartenspiel. Beeindruckend sind der locker leichte Erzählstil und die sympathisch verspielte Charakterisierung der Protagonistin. Gleichzeitig wird Tiefe und Ernsthaftigkeit sowie ein nachvollziehbarer Einblick in das Thema vermittelt, der auch für Betroffene hilfreich ist. Neben der künstlerischen Arbeit mit einem einzigartigen visuellen Stil war die Jury auch von den Vermarktungsstrategien und Erlösmodellen sehr beeindruckt.

Unternehmen/Company:

E.D. Films

Archita Ghosh, Kanada

Jurybegründung:
Das im kanadischen Montreal angesiedelte und 2007 gegründete Unternehmen E.D. Films, geführt von Archita Ghosh, Emily Paige und Daniel Gies, ist ein preisgekröntes Animationsstudio. Neben der ganzen Palette animationsbezogener Dienstleistungen und dem Aufbau einer Library eigener Animationsproduktionen, hat E.D. Films im Zuge der eigenen Projekte einen inzwischen beachtlichen Katalog technischer IPs geschaffen. Diese Tools für digitale Bild- und Soundgestaltungen, z.B. für Photoshop, Maya, AfterEffects und Unreal, bietet E.D. Films in einem eigenen Onlineshop an. Mit dieser Angebotspalette hat sich das Unternehmen breit im Markt aufgestellt und die Chancen für wirtschaftliche Erfolge deutlich und nachhaltig erhöht. Ein vorbildliches Geschäftsmodell.

Jury:
Jens Gutfleisch (Manging director Film Commission Region Stuttgart, Stuttgart), Marc König (Head of Business Development bwcon Research GmbH, Stuttgart), Dieter Krauß (Managing director Film- und Medienfestival gGmbh, Stuttgart), Solveig Langeland (Managing director Sola Media, Stuttgart), Dittmar Lumpp (Former Managing director Organistaion & Finances Film- und Medienfestival gGmbH, Stuttgart), Gabriele Walther (Founder/CEO Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH, Munich)

Preis für ein animationsbasiertes Computerspiel aus Deutschland mit der besten visuellen Gestaltung und Ästhetik
4.000 Euro, gestiftet von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH.

“Song of Bloom”

Entwickler/Developer: Philipp Stollenmayer, kamibox e.K.
Deutschland/Germany, 2019

 

Jurybegründung
Das Gewinnerspiel entfacht Blüten im Geist – in der graphischen Darstellung, die neue Formen von Animation aus Stop Motion und klugem Spiel-Design verbindet. Mechaniken ergeben sich aus einem repetitiven Annähern an eine Erzählung, die einem Mantra gleich eine jeweils andere Überraschung eröffnet.
Das Werk ist künstlerisch besonders spannend in der Umsetzung. Es ist ein assoziatives Spiel mit Zeichen aus dem Alltäglichen. Daraus ergeben sich jeweils neue Formen der Animation, geschickt eingebettet in einen spannenden Spielfluss. Es nutzt geschickt die Möglichkeiten und Bedingungen mobiler Endgeräte:
Klug werden Gyrosensoren mit 2D und dem Kippen ins Dreidimensionale verbunden. Und zu guter Letzt wird selbst die Essenz des Spiels in einem spontanen Kippen ins Reale (in Verbindung mit der Hardware) erlebbar gemacht. So ist Song of Bloom ein Spiel zwischen den Welten – der Schnittstelle, der Animation, der Narration und dem Erleben im Spiel. Das ist überraschend, weird und innovativ!

Jury:
Margarete Jahrmann (media artist/art theorist.Zürich), Andreas Lange (Chief Operating Officer EFGAMP e.V., Berlin), Kathrin Radtke (Game Programer, Studio Fizbin GmbH, Ludwigsburg)