VR, KI und Blockchain – Neue Businessmodelle für Animation

Freitag, 03. Mai 2019, 15:00 – 17:30 Uhr, Rotunde der L-Bank

Zum ersten Mal veranstaltet das ITFS einen Kongress zum Thema VR, KI und Blockchain. Der Nutzen dieser neuen Technologien liegt für die Animations-, VFX- und Gameswirtschaft aus Baden-Württemberg auf der Hand: die Arbeit mit Filmdatenbanken, Online-Plattformen und digitalen Distributionskanälen kann automatisiert werden, Beteiligte profitieren durch verbesserte Sicherheit, erhöhte Transparenz und eine faire Gewinnbeteiligung. Künstliche Intelligenz kann beispielsweise schon während der Produktion evaluieren, ob und in welcher Zielgruppe ein Film erfolgreich werden könnte. Aus der Technologie ergeben sich gleichzeitig Möglichkeiten, Formate unabhängiger von den etablierten Streaming-Riesen wie Amazon, Netflix und Apple zu verbreiten und finanzieren.

 

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Wir bitten Sie, sich vorab anzumelden.
Bitte geben Sie zur Anmeldung folgenden Code ein: ITFS19_BUSINESS-73EX78FS

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Keynote zum Thema VR & AR in der Echtzeit-Produktvisualisierung

Speaker: Philip D. Hertel, Executive Creative Director des Sponsors Dassault Systemes 3DExcite GmbH

Eine Möglichkeit, Produkte, Dienstleistungen und Marken dynamischer und emotionaler aus dem medialen Rauschen herauszuheben, ist die Visualisierung in Echtzeit – von fotorealistisch bis kunstvoll stilisiert. Die Bandbreite der möglichen Anwendungen und wie der Einsatz moderner Gaming Engines dazu beiträgt, sollen hier anhand einiger Beispiele gezeigt werden.

Line-up:

 

Leif Arne Petersen, Hologate (München): Multiuser Virtual Reality im Arcade-Modus (bekannte Games- und Animationsinhalte wie Angry Birds werden für Hologate, die hauptsächlich in Shopping Malls eingesetzt wird, weiterentwickelt.

Christian Hirth, DeepVA (Freiburg): Start-up aus dem Bereich der Videodatenbanken, das spezielle Bilderkennungsprogramme entwickelt, die aus der Datenfülle, z.B. Personen oder bestimmte Animationstechniken, identifizieren und zuordnen können.

Pietro Triscari, Dserv (Tübingen): Softwareunternehmen, das sich mit KI im Bereich von Marketing und der Automatisierung von Designprozessen beschäftigt.

Tilman Scheel, The Reelport GmbH (Köln/Berlin): Unternehmen, das seit Ende der 1990er Jahre Plattformen für Filmuploads für Festivals und Filmmärkte entwickelt. Die Produkte Reelport und Picturepipe unterstützen bei der Standardisierung, Qualifizierung und Konvertierung großer Filmdaten. Das neue EU-geförderte Projekt AVA – Festival Films for Public Libraries macht Filme einer breiten Bevölkerung zugänglich. Das Trickfilm-Festival Stuttgart, die Stadtbibliothek Stuttgart, Reelport und andere Partner haben seit ca. 2007 die Online Animation Library entwickelt, die größte passwortgeschützte Onlinefilmdatenbank für Animationsfilm weltweit, die als Vorläufer von AVA gilt.

Alan R. Milligan, White Rabbit (Oslo): Blockchain-Unternehmen im Bereich von Streamingdiensten, die auf Peer-to-Peer-Basis arbeiten. Zur Monetarisierung trägt ein Token-System bei, das als Alternative zu den klassischen Subscription-Modellen der großen Studios betrachtet werden kann.

Marc Wardenga, EuroVideo Medien GmbH (München): Entwickler des Games zum Schleich-Brand und Animationsfilmprojekt „Bayala“, das die zunehmende Verbindung zwischen Games-, Animations- und Spielwarenindustrie verdeutlicht.

Sarita Christiansen, Copenhagen Bombay (Kopenhagen): CoboStories – neue Trickfilm-Software und -Hardwaresystem für die Trickfilmproduktion für KITAs und Grundschulen, das Kinder zum Selbstmachen motiviert. In Zusammenarbeit mit Dusyma (Schorndorf).

Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg